Sonntag, 17. Januar 2021

Rezension: Der Fremde von Albert Camus

„Der Fremde“ ist ein Klassiker der Weltliteratur. Es ist der erste Roman, den Albert Camus 1942 im Alter von 29 Jahren veröffentlichte. 

Der Protagonist

Monsieur Meursault, ein Algerienfranzose, führt als Büroangestellter ein eher durchschnittliches Leben. Sein Leben ist schlicht, er hat wenige soziale Kontakte, ist aber zufrieden. 

Meursault ist emotional eingeschränkt. Der Tod seiner Mutter bewegt ihn ebenso wenig wie die Liebe seiner Freundin. 

Die Story

Der Protagonist verbringt mit seinem Nachbarn Raymond einen Tag am Strand. Zwei Araber, die einen Streit mit Raymond haben, verletzen diesen. Als Meursault einen der Araber wieder trifft, erschießt er ihn. Gegenüber der Polizei sagt er aus, dass er sich bedroht gefühlt habe. Warum er den Araber erschoss, weiß der Protagonist selbst nicht. Vielleicht war die Hitze daran schuld ...

Meursault will die Verantwortung für seine Tat übernehmen. Die Justiz zögert zunächst, dann will sie jedoch mit voller Härte ein Exempel statuieren. Dabei liegt der Fokus auf der Persönlichkeit des Angeklagten. Diese wird gerichtet, nicht die Tat selbst. Gerade Meursaults scheinbar kaltherzige Reaktion auf den Tod seiner Mutter wird im späteren Gerichtsverfahren sehr negativ bewertet. Der Staatsanwalt führt aus, dass jemand, der sich nicht an die Regeln der Gesellschaft halte, in dieser auch nicht leben dürfe.

Der Ich-Erzähler

Detailliert werden vom Ich-Erzähler der Gefängnisaufenthalt, die Gerichtsverhandlung und das Warten auf die Hinrichtung beschrieben. Die Erzählung ist einfach, gefühllos und gleichgültig. Meursault wirkt wie ein desinteressierter Zuschauer. 

Der Text ist eines der Hauptwerke der Philosophie des Existentialismus. In der Todeszelle erkennt Meursault, dass ihn allein die Gewissheit seiner eigenen Existenz hält und akzeptiert sein Schicksal. 



Albert Camus
Der Fremde 
Rowohlt Taschenbuch; 79. Auflage, Neuausgabe (1. April 1996)
160 Seiten
ISBN-10 : 3499221896
ISBN-13 : 978-3499221897
9 EURO

Mittwoch, 26. Februar 2020

Matthias A. K. Zimmermanns Roman „KRYONIUM. Die Experimente der Erinnerung“

Nichts ist so, wie es scheint: Matthias A. K. Zimmermanns Roman „KRYONIUM. Die Experimente der Erinnerung“ dreht sich um Virtualität, Erinnerungen und was die Realität ist. Der Roman erschien im Kadmos-Verlag, dem Preisträger des Deutschen Verlagspreises 2019. 

Eine magisch-surreale Geschichte

KRYONIUM ist eine magisch-surreale Geschichte für Erwachsene und Jugendliche, in dem der Autor einen philosophischen Blick auf die großen Fragen unserer Zeit wirft: Wo bin ich? Wie kam ich hierher? Warum bin ich hier? Wer bin ich? Sein Erzähler wacht ohne Erinnerungen auf und findet sich in einer rätselhaften Welt mit Zwergen, Gnomen und Einhörnern wieder, gefangen in einem Schloss voller Verbote, bedroht von einem Ungeheuer, einer körperlosen Düsternis. Ein Entkommen aus diesem Dasein in Angst und Schrecken scheint ihm unmöglich. Er riskiert dennoch alles, um aus dieser Phantasiewelt zu entkommen und versucht, das Rätsel seiner „Erlösung“ spielerisch zu ergründen.


Quelle: YouTube, Videokanal von Hannah Kuban

Technoides Märchen

Das technoide Märchen setzt sich mit Virtualität auseinander und wirft die Frage auf, was Erinnerungen sind und was sie bedeuten. Nach und nach findet der Erzähler heraus, dass eine Schneekugel, die ihm gleich zu Anfang in die Hände fällt, ein ganzes Universum birgt. Das Spiel damit verspricht einen Weg in die Freiheit. Doch die Schneekugelsammlung, durch die er sich spielen muss, birgt 1001 Welten und durch alle muss er hindurch. Die virtuelle Welt wird aus der Innenperspektive des Erzählers erkundet und auf der Reise durch die verschiedenen Ebenen wird die Realität dabei immer wieder neu definiert.

Informationen zum Autor: http://www.matthias-zimmermann.ch


Matthias A. K. Zimmermann
KRYONIUM. Die Experimente der Erinnerung
Kulturverlag Kadmos Berlin; 1. Auflage 2019
ISBN-10: 386599444X
ISBN-13: 978-3865994448
19,90 EURO



Quelle: Pressemitteilung des Kulturverlags Kadmos vom 25.02.2020.








Dienstag, 25. Februar 2020

Die Lösung der Ostküstenfrage

Ein dystopisch-politischer Thriller voller fein gesponnener Intrigen, randvoll mit Emotionen und kühlem Kalkül, spielt er zwischen Naturkatastrophen, der Wende 1989, den Unberechenbarkeiten der amerikanischen und der Weltpolitik.

Die demokratische Ostküste

„Die Lösung der Ostküstenfrage“ handelt in der Jetztzeit bis zum 30. Oktober 2020, dem Wochenende vor der amerikanischen Präsidentenwahl. 1964 formulierte der ultrarechte Präsidentschaftskandidat Barry Goldwater die Ostküstenfrage, indem er vor einem Holzrelief der Vereinigten Staaten rhetorisch fragte, ob man die Ostküste nicht einfach absägen und ins Meer treiben lassen könne. Die überwiegend demokratisch wählenden Ostküstenbewohner stehen nämlich langfristig einer strategischen Mehrheit der Republikaner (so auch bei anstehenden Präsidentschaftswahl 2020) im Wege.

Zudem weist ein in einer geologischen Fachveröffentlichung erschienener Aufsatz nach, dass ein Vulkanausbruch des Cumbre Vieja auf Las Palmas zum Abrutschen des Vulkankraters ins Meer und dann zu einem Tsunami führen könne, der unter anderem die Ostküste Nordamerikas mit einer Wellenhöhe von 15 bis 20 Metern weitgehend verwüsten würde.
 

Der Anschlagsplan

Ehemalige NVA-und Stasi-Offizieren unter Führung von Jürgen Kleuthen, Generalleutnant a.D., arbeiten einen Anschlagsplan vor der Präsidentenwahl in den USA 2020 aus. Sie wollen den Cumbre Vieja Vulkan auf La Palma zu sprengen, um einen Tsunami auszulösen, der die Ostküste der USA vernichtet. Die ehemaligen Offiziere sind zu ihrem Anschlag durch den Verlust ihrer Welt nach der Wende motiviert, den sie der damaligen und noch stets präsenten Überwältigung durch den Westen zuschreiben. Sie wollen dafür US-Nuklearminen benutzen, die in Westdeutschland in den 1960er Jahren stationiert waren.

Der Anschlagsplan wird Stück für Stück bekannt, es werden aber aus persönlichen und politischen Verstrickungen im Establishment der USA Warnungen gegenüber der Ostküstenbevölkerung nur mit Verspätung ausgesprochen.


Alexander Keßler
Die Lösung der Ostküstenfrage
Taschenbuch: 440 Seiten
TWENTYSIX; 2.Auflage Januar 2020
ISBN-10: 3740763736
ISBN-13: 978-3740763732
12,99 EURO

Kindle-Ausgabe
ASIN: B0848MBS3Q
4,99 Euro

Quelle: Pressemitteilung 25.02.2020 von Alexander Keßler

Sonntag, 9. Februar 2020

Fremde Welt - Der lange Weg der Rache von Georg und Andreas Framke


Im Buch befindet sich die Menschheit im 24. Jahrhundert in einem weltweiten Krieg. Einige wollen diesem entfliehen und reisen mit riesigen Raumstationen. Alles geht gut, bis zu einer Explosion, die das All erschüttert

Die Zeitreise

Unser Held, der Agent und Soldat Jarn Schmit, landet auf einer Parallelerde im Jahr 1884 und muss hier um sein Leben kämpfen. Er startet eine Karriere als Kopfgeldjäger, die eine lange Rache mit sich zieht. Schmit trifft im Verlauf der Geschichte auf Oliver Wright und zusammen erleben sie Abenteuer in den USA, bis zu einem Schicksalsschlag. 
Schmits Gegenspieler ist der Bandit Rafael Villa, der wegen Schmit seinen Bruder verliert. Er schwört auf Rache. Ebenso steht eine Stadt in New Mexiko unter der Hand des geldgierigen Halbbruders von Rafael: Carlo McConnell.



Historischer Roadtrip

Durch viele kleine Geschichten und unterschiedliche Charaktere wird ein Roadtrip durch die USA der 1880er erzählt. Westernatmosphäre begegnet futuristische Sciencefiction. Thematisiert wird zu einem das brutale Leben im Wilden Westen, der erhoffte Weg zurück ins All und der lange Weg der Rache. Wir haben versucht die Historie genau widerzuspiegeln. Auch wenn wir uns manche Freiheiten lassen, da es sich nur um eine Parallele-Erde handelt.

Der Stil und die Handlungsebene

Der Sprach- und Schreibstil ist gewollt umgangssprachlich und angepasst an die heutige, an unsere Zeit. Doch durch die Setzung ins Präteritum wird immer klar, das dies bereits geschehen ist. Schmits Meinung und seine Handlungen werden oft durch Tagebucheinträge erklärt. Ebenso erfährt man über die Vergangenheit von ihm und den anderen Figuren.

Unser Stil wird hierbei immer deutlicher herausgearbeitet und festigt sich. Wir denken, dass wir eine gute Mischung zwischen heiteren und bitteren, zwischen brutalen und beschaulichen Szenen schaffen konnten. Teilweise erinnern einzelne Abschnitte an Episoden einer Serie oder Szenen aus Filmen. Der Roman hat viele interessante eigenständige Charaktere, die die Geschichte bereichern und schließlich zum Ziel führen.

Die Autoren

Georg Framke wurde am 01. September 1979 in Meerbusch geboren. Dort arbeitet er auf einem Pferdegestüt am Rhein. Sein Bruder Andreas Framke wurde am 18.Oktober 1989 ebenfalls in Meerbusch geboren und arbeitet für einen Steuerberater in Düsseldorf.

Die Brüder sind seit ihrer Kindheit Film- und Serienfans. Gerne haben sie eigene Geschichten erfunden. Im Jahr 2016 beschlossen sie, ihr erstes Buch zu schreiben. Ihrer Leidenschaft entsprechend befassen sie sich mit Science-Fiction und Abenteuern im historischen Gewand.

Quelle: Pressemitteilung vom 9.2.20 von Georg und Andreas Framke


Fremde Welt: Der lange Weg der Rache 
von Georg und Andreas Framke
476 Seiten
tredition; Auflage: 1 (2. Januar 2020)
ISBN-10: 3748265654
ISBN-13: 978-3748265658
Kindle 2,99 EURO
Gebundene Ausgabe 25 EURO
Taschenbuch 17 EURO



Sonntag, 2. Juni 2019

Kindle Direct Publishing Print

Amazon: "Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass CreateSpace mit Kindle Direct Publishing (KDP) vereinigt wurde, so dass KDP jetzt als zentrale Stelle für die Veröffentlichung Ihrer Druckausgaben und digitalen Bücher fungiert." 

Schnell und einfach

Mit dem Print-on-Demand-Service Kindle Direct Publishing Print, den es bereits seit  2016 gibt, können Selfpublisher schnell und einfach aus ihrem Kindle-eBook ein Taschenbuch erstellen und in zahlreichen Amazon-shops verkaufen. Zudem lassen sich das eBook und das Taschenbuch im shop verknüpfen. Ende 2018 wurde der Print-on-Demand Dienst CreateSpace eingestellt und durch KDP Print ersetzt.

Hat man bei KDP bereits ein eBook erstellt, lässt sich die Quelldatei in wenigen Schritten zu einem Print-Buch umformatieren und hochladen. Hierfür benötigt werden druckfertige PDF-Dateien. Eine PDF-Textdatei mit dem Innenteil und eine PDF-Grafikdatei mit dem Cover. Zur Erstellung  dieser Dateien stellt KDP-Print leicht zu bedienende Tools (und auch Cover-Vorlagen) bereit.

Ein eBook ist übrigens keine Voraussetzung zur Erstellung eines Taschenbuchs. Die Medienwahl hat der Autor.

Wie geht´s (und der Unterschied zu CreateSpace)?

  • Alles zu Druckkosten, Vertrieb etc.: amazon
  • Covererstellung, Formatierungsvorlagen, Hochladen etc.: amazon
  • Unterschiede zwischen CreateSpace und KDP: amazon

Erfahrungsberichte, weitere Infos

Die Qualität des Drucks ist nicht überragend, aber durchaus zufriedenstellend. Auch war für mich Kindle Direct Publishing Print einfacher zu bedienen als CreateSpace.

Montag, 22. April 2019

WIEN IN 200 LEIWANDEN GRAFIKEN

Soeben ist das Buch WIEN IN 200 LEIWANDEN GRAFIKEN erschienen. 



Eine Hommage an die leiwandste Stadt der Welt: In über 200 Grafiken offenbart sich die Wiener Seele mit all ihrem Grant und ihren Eigenheiten: Wer wissen möchte, was es mit dem Wiener Schmäh auf sich hat, wann die Wiener tatsächlich Walzer tanzen, was man auf dem Donauinselfest wirklich macht und wie ein echtes Wiener Tortendiagramm aussieht, der darf sich dieses Buch nicht entgehen lassen!



Clemens & Katja Ettenauer (Hg.)
Wien in 200 leiwanden Grafiken
112 Seiten, Softcover, 14,95 Euro
ISBN 978-3-902980-70-0

Pressemitteilung Holzbaum Verlag vom 16.4.19